Wenn der Entschluss zu einer Scheidung gefasst wurde, steht meist auch die Frage im Raum was mit der gemeinsamen Immobilie geschehen soll. Nicht selten folgt auf eine Scheidung der Hausverkauf. Warum ein Verkauf oft die beste Option nach einer Scheidung ist und wie Sie Ihre Immobilie auch in dieser schwierigen Zeit erfolgreich verkaufen können, erfahren Sie in unserem umfassenden Artikel.

Wenn Sie sich noch unsicher darüber sind, wie Sie mit Ihrer Scheidungsimmobilie verfahren sollen, können Sie in unserem kostenlosen Ratgeber zum Thema Hausverkauf bei Scheidung viel Wissenswertes und nützliche Expertentipps passend zum Thema nachlesen. So können Sie am besten abwägen, was für Optionen Sie nach der Scheidung haben und welche die Richtige für Sie ist.

Warum keine Einigung die schlechteste Einigung ist

Nach einer Scheidung haben die Eigentümer viele Möglichkeiten, wie sie ihre Immobilie weiterverwenden können. Vom Verkauf bis hin zur Schenkung an die Kinder steht ihnen meist jede Möglichkeit offen. Schade, wenn diese Möglichkeiten nicht genutzt werden. Dann kann es nämlich teuer für das Scheidungspaar werden. Wer es nach einer Scheidung nicht schafft sich über den weiteren Verbleib seiner unteilbaren Vermögenswerte, wie einer Immobilie, zu einigen, landet in den meisten Fällen vor Gericht. Dort wird dann eine Entscheidung getroffen, die mit deutlich höheren Kosten verbunden ist, als eine außergerichtliche Einigung. Im schlimmsten Fall kommt es zu einer Zwangsversteigerung, wobei nicht nur Kosten für die Gerichtsverhandlung entstehen, sondern durch den meist sehr niedrigen Verkaufserlös auch auf viel Geld verzichtet wird.

Welche Optionen Sie haben, wenn Sie sich mit Ihrem Partner noch uneinig über einen Verkauf sind, können Sie in unserem Beitrag Scheidung: Mann will Haus verkaufen, Frau nicht. Was tun? nachlesen.

Scheidung – deshalb ist ein Verkauf sinnvoll

In den meisten Fällen entscheiden sich Scheidungspaare für einen Verkauf. Die verschiedenen Gründe, die für diese Entscheidung sprechen, haben wir für Sie zusammengefasst.

  1. Veränderte Lebenssituation

Nach einer Scheidung wird das Leben zunächst kräftig herumgewirbelt. Einer zieht aus, der andere bleibt mit den Kindern wohnen, vielleicht gibt es aber auch ganz andere Pläne. Wie auch immer verändert sich die eigene Lebenssituation grundlegend. Das Haus, das man sich für seine Familie gekauft hat ist nun oft zu groß und zu teuer. Wenn die Kredite allein nicht mehr zu stemmen sind oder das Haus nicht mehr geeignet für die neue Lebenssituation ist, kann ein Verkauf das Richtige für Sie sein.

2. Höchstmöglicher Verkaufspreis

Wer sich dazu entscheidet seine Immobilie zuerst zu vermieten und später zu verkaufen, wählt eine denkbar schlechte Reihenfolge. Bereits vermietete Immobilien erzielen einen geringeren Verkaufspreis als Unvermietete. Der neue Eigentümer kann nicht frei über die Immobilie verfügen, was den Immobilienpreis oft erheblich mindert. Für unvermietete Objekte ist ein Verkauf daher meist lukrativer.

3. Verpflichtungen Adieu

Eine Immobilie bringt auch Verpflichtungen mit sich. Es muss sowohl finanziell dafür aufgekommen als auch physische Instandhaltungsarbeiten durchgeführt werden. Bleiben beide Ex-Ehepartner Eigentümer der Immobilie, müssen sich auch beide die Verantwortung dafür teilen. Besonders wenn die Immobilie vermietet wird, muss eine dauerhafte und reibungslose Kommunikation gewährleistet werden. Mit einem Verkauf kann man diese Verpflichtungen hinter sich lassen um neue Wege zu gehen.

4. Mit dem Verkaufserlös zur Traumwohnung

Mit einer Scheidung ist es oft praktischer für alle Beteiligten, eine Immobilie zu erwerben, die besser zu den neuen Lebensumständen passt. Mit dem Verkaufserlös des alten Hauses könnten Sie vielleicht Ihre Traumimmobilie erwerben.

So wird Ihr Immobilienverkauf nach der Scheidung ein Erfolg

Hausverkauf nach einer Scheidung

Der Verkauf einer Immobilie ist in jeder Lebenslage ein aufwändiges Unterfangen. Soll der Verkauf aber noch während des Trennungsjahres oder direkt nach der Scheidung erfolgen, kann dies sehr belastend für alle Beteilige werden. Damit der Immobilienverkauf dennoch ein Erfolg wird, haben wir für Sie einige Tipps zusammengestellt.

Was Sie vor dem Hausverkauf beachten sollten

Für gewöhnlich bilden Ehepaare eine Zugewinngemeinschaft. Das bedeutet, dass im Falle einer Scheidung ein finanzieller Ausgleich zwischen den Eheleuten stattfindet. Dieser Ausgleich bezieht sich auf alle Vermögenswerte, die während der Ehe erworben wurden – dazu zählen auch Immobilien. Das Problem ist jedoch, dass es sich bei Objekten wie einer Immobilie um unteilbare Vermögenswerte handelt. Sie können also nicht einfach aufgeteilt werden. Vor dem anstehenden Hausverkauf gilt es einige Dinge zu beachten.

Vordenken spart Geld: Klug, wer einen Ehevertrag hat

Jeder kann sich vorstellen, dass eine Immobilie bei ihrer Anschaffung kostspielig ist. Was aber nur die wenigsten bedenken sind die hohen Kosten, die bei einer Scheidung durch solche großen Vermögensanlagen entstehen können. Eine Scheidung kann nur dann zügig und mit geringen Kosten abgewickelt werden, wenn sich beide Parteien einigen können. Sollte es zu einer Teilungsversteigerung kommen, entstehen nicht nur Kosten für das anstehende Gerichtsverfahren, durch die unweigerlich folgende Zwangsversteigerung verlieren Sie damit auch gutes Geld. Dieses Dilemma können Sie umgehen, wenn Sie sich bereits vor der Hochzeit mit Ihrem Ehepartner darüber einigen, wie Sie im Scheidungsfall vorgehen möchten.

Die Bank oder ich? Der Hauskredit muss abbezahlt werden

Oft werden Ehen geschieden, bevor das gekaufte Haus tatsächlich abbezahlt ist. Wichtig ist dabei zu wissen, wer den Kreditvertrag mit der Bank unterzeichnet hat. Derjenige wird von der Bank meist auch in die Pflicht genommen den Kredit zu begleichen. Dabei ist es unerheblich, wer die gemeinsame Immobilie bewohnt.

Die meisten Ehepartner einigen sich jedoch, dass beide als Kreditnehmer eingetragen werden. In diesem Fall können beide Kreditnehmer für den Ausgleich des Hauskredites in Verantwortung genommen werden. Der andere ist dann jedoch dazu verpflichtet seinen Anteil zurückzubezahlen. Der Bankkredit muss also vor dem Verkauf beglichen werden.

Mit Hilfe zum Erfolg

Wenn Sie darüber nachdenken den Immobilienverkauf selbstständig und ohne Makler durchzuführen, kann unser kostenloser Ratgeber über den privaten Hausverkauf nützliche Informationen für Sie bereit halten.

Aus der Sicht eines Experten empfehlen wir Ihnen jedoch durchaus einen erfahrenen Immobilienmakler in den Verkauf zu involvieren. So können Sie aufkommenden Stress minimieren und mit der Hilfe eines Experten den bestmöglichen Verkaufspreis erzielen.

Fazit

Auch wenn ein Hausverkauf während oder nach einer Scheidung kein Spaziergang ist, ist es dennoch oft die beste Möglichkeit mit der gemeinsamen Immobilie umzugehen. Um die Scheidung und den anschließenden Verkauf so reibungslos wie möglich vollziehen zu können, sollten sich die Eheleute friedlich einigen. Ein Ehevertrag ist dabei durchaus hilfreich. Um den Verkauf so erfolgreich wie möglich gestalten zu können, kann es von Nutzen sein, einen erfahrenen Immobilienmakler zu engagieren.