Ein Haus zu verkaufen erscheint oft leichter als es ist. Schnell kann sich das Vorhaben jedoch als Belastungsprobe für den unerfahrenen Verkäufer herausstellen. Bei einem so kostspieligen Geschäft wirkt sich Stress jedoch fatal aus. Bereits kleine Fehler führen dann schon zu großen finanziellen Verlusten. Meist wenden sich Verkäufer aus diesem Grund an einen Makler, der den Immobilienverkauf stellvertretend übernimmt. Steht die Inanspruchnahme eines Maklers jedoch außer Frage, will ein privater Hausverkauf gut durchdacht sein. Damit Sie dabei weder auf gutes Geld noch auf Ihre psychische Gesundheit verzichten müssen, geben wir Ihnen hier eine Anleitung an die Hand, damit auch Sie Ihr Haus auch ohne Profi mit Erfolg verkaufen können.

Schritt 1: Die Vorbereitung

Mit einer guten Vorbereitung ist Ihr Haus schon fast verkauft. Damit Sie nicht in Stress geraten, ist es wichtig, bereits vor dem eigentlichen Verkauf einige Dinge zu organisieren.

Gut Ding will Weile haben

Ein Haus lässt sich nur in den seltensten Fällen von heute auf morgen verkaufen. Planen Sie also lieber genug Zeit für den Hausverkauf ein. Für den Käufer geht es bei dieser Investition um viel Geld. Ein enges Zeitfenster schreckt viele Interessenten eher ab. Aus diesem Grund sollten Sie am besten mehrere Monate für den Verkauf Ihrer Immobilie einplanen.

Vollständige Unterlagen?

Ein seriöses Auftreten ist beim Hausverkauf das A und O. Den Interessenten wichtige Unterlagen vorzuenthalten wirkt sich negativ auf Ihre Verkaufschancen aus. Aus diesem Grund ist es besser, wenn Sie bereits im Vornherein alle wichtigen Unterlagen für den Hausverkauf auftreiben. Im Grunde handelt es sich dabei vor allem um behördliche Dokumente, aber auch andere wichtige Informationen, wie die Lage oder Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel, sind für die Interessenten wichtig. Um einen Überblick über alle notwendigen Unterlagen zu erhalten, können Sie die von uns erstellte und kostenlose Checkliste abarbeiten. Auf diese Weise ist eine vollständige Dokumentensammlung garantiert.

Eine Gratwanderung: den richtigen Preis festlegen

Mit dem richtigen Preis steht und fällt der Immobilienverkauf. Ein hoch oder zu niedrig angesetzter Preis schreckt die Interessenten in den meisten Fällen eher ab. So bleibt auch bei einem zu niedrigen Preis der erhoffte Ansturm oft aus und Ihre Immobilie wird zum Ladenhüter. Mit einer fundierten Wertermittlung lässt sich dieses Problem gut umgehen. In unserem kostenlosen Ratgeber erfahren Sie wie Sie den richtigen Preis für Ihre Immobilie ermitteln können.

Schritt 2: Die Durchführung

Nachdem Sie alle Vorbereitungen getroffen haben, können Sie sich an das Verkaufsgeschäft wagen. Offenheit und Kommunikation sind hier besonders wichtig. So verdienen Sie sich das Vertrauen der Interessenten und erhöhen Ihre Verkaufschancen.

Werbung, Werbung, Werbung

Ihr Immobilienverkauf muss bekannt gemacht werden. Hier eignet es sich nicht nur Inserate in Zeitungen zu schalten, auch online sollte Ihre Immobilie vertreten sein. Hier ist es ratsam, die Inserate bei sehr bekannten Portalen, wie Immobilienscout24 oder Immowelt, einzustellen. Diese Art der Werbung kann je nach Anbieter jedoch sehr kostspielig sein. Eine weite und deutlich günstigere Werbemethode ist die Mundpropaganda. Berichten Sie Freunden und Bekannten von Ihrem Verkaufsvorhaben. Oft werden vor allem private Immobilien an entfernte Nachbarn verkauft.

So meistern Sie die Besichtigungstermine

Haben Sie die Welt vom Verkauf Ihrer Immobilie erfolgreich informiert, dauert es meist nicht lange, bis sich die ersten Interessenten melden. Die ersten Besichtigungstermine stehen vor der Tür. Hier zählt vor allem der erste Eindruck. Ein saubere und ansprechende Atmosphäre ist also unerlässlich. In den meisten Fällen sind persönliche Geschichten, die mit der Immobilie verbunden sind, eher uninteressant für die Besucher. Für sie ist es wichtig zu sehen, welches Potential die Immobilie für die Zukunft hat.

Tipp: Damit Interessenten keinen Besetztzeichen hören, wenn sie versuchen Sie anzurufen, können Sie bestimmte Zeiten in den Inseraten festlegen, an denen Sie erreichbar sind. Auf diese Weise können Sie unpassende Anrufe vermeiden und sich in dieser Zeit ganz auf den Anrufer konzentrieren.

Geschickt in die Preisverhandlungen

Viele Interessenten habe die Hoffnung, den veranschlagten Preis senken zu können. Ist für Sie die Preisuntergrenze erreicht, ist es wichtig, dem Interessenten die Preisentstehung zu erklären. Beharrt ein potentieller Käufer jedoch vehement auf einem niedrigeren Preis, ist es das Beste ein klares Nein zu dem Angebot auszusprechen. Sie haben es nicht nötig Ihre Immobilie unter Wert zu verkaufen.

Schritt 3: Der Abschluss

Ist der passende Käufer gefunden und der Preis für beide Parteien zufriedenstellend, wird es Zeit den Verkauf abzuschließen. Hier ist es wichtig mit dem Käufer in einem abschließenden Gespräch die Finanzierung zu besprechen. Im besten Fall kann Ihnen eine vorläufige Darlehenszusage vorgelegt werden. Eine schriftliche Kaufabsichtserklärung ist in diesem Fall sinnvoll. Darin erklärt sich der Käufer bereit einen Notar auf seine Kosten zu beauftragen und eine Schadensersatzsumme für den Fall eines Kaufrücktritts wird festgelegt. Ein Übergabeprotokoll, in dem der Zustand der Immobilie festgehalten wird, darf nicht vergessen werden. Auch eine Prüfung des Notarvertrag von beiden Seiten ist hier unerlässlich. Sind beide Parteien mit dem Vertrag zufrieden, kann der Verkauf abgeschlossen werden. Bitte beachten Sie, dass dies bis zu acht Wochen dauern kann.