Ein Hausverkauf ist oft gar nicht so einfach wie man zunächst denkt. Es gibt vieles zu beachten und noch viel mehr zu managen. Damit der Verkauf dennoch ein voller Erfolg wird und nicht jeder Hausbesitzer zuvor wochenlang alles rund um die Immobilienwelt und das richtige Marketing pauken muss, gibt es Immobilienmakler. Doch wie findet man den richtigen Makler und wie läuft die Arbeit mit ihm genau ab? Darüber möchten wir Sie heute ausführlich informieren.

Der Immobilienmakler: Was können Sie von ihm erwarten?

Ein Immobilienmakler ist für die Vermarktung von Immobilien zuständig. Seine Aufgabe besteht darin einen geeigneten Käufer oder Mieter für Ihre Immobilie zu finden. Dabei dürfen Sie von ihm erwarten alle Aufgaben, die diese Vermittlung betreffen, zu übernehmen. Der Immobilienmakler übernimmt also

  • das Marketing für die Immobilie in online und Print-Medien
  • die Organisation der ersten Kundenanfragen und den Umgang mit Interessenten
  • die Durchführung der Besichtigungstermine
  • die Verhandlungen mit den Interessenten
  • die Beantwortung all Ihrer Fragen rund um die Immobilienvermittlung

Ein Immobilienmakler hilft Ihnen aber nicht nur dabei eine Immobilie zu veräußern, er unterstützt Sie auch bei der Haus- oder Wohnungssuche. Aber wie ist der richtige Makler zu finden? Schließlich sind Immobiliengeschäfte kostspielige Angelegenheiten, die nicht jedem anvertraut werden wollen.

Das macht den perfekten Makler aus

▪         Sympathie

Wer schon einmal mit einem guten Immobilienmakler zu tun hatte, wird diesen gerne in seinem Bekanntenkreis weiterempfehlen. Auf solche Empfehlungen sollte man sich zwar nicht ausschließlich verlassen, sie dienen aber dennoch als guten Ausgangspunkt für die eigene Maklerauswahl. Bei mehreren Empfehlungen haben Sie einen breiten Pool an Kandidaten über deren Seriosität Sie sich keine Gedanken mehr machen müssen. Aber achten Sie auch darauf einen für Sie sympathischen Makler auszuwählen. Die Immobilienvermittlung kann mitunter mehrere Monate dauern und verlangt eine enge Zusammenarbeit von Makler und Auftraggeber. Ein erstes Beratungsgespräch vor der Auftragsvergabe ist also unerlässlich.

▪         Regionalität

Bei der Suche nach einem Immobilienmakler ist es deutlich von Vorteil, wenn sich dieser in Ihrer Region auch auskennt. Oft haben ortsansässige Makler bereits ein gutes Netzwerk aus Experten und möglichen Interessenten aufgebaut. So können Sie nicht nur von einem breiten Spektrum an Fachwissen profitieren, sondern den Verkauf Ihrer Immobilie vielleicht sogar beschleunigen.

▪         Spezialwissen

Immobilien sind nicht gleich Immobilien. Um verschiedene Objekte an die entsprechenden Käuferschichten zu vermitteln, sind verschiedene Kenntnisse und Fertigen gefragt. Von einem Makler, der auf Ihre Immobilienart spezialisiert ist, können Sie nur profitieren und die Wahrscheinlichkeit für einen schnelleren Verkauf erhöht sich deutlich. Achten Sie daher darauf ob Sie eine private oder gewerbliche Immobilie kaufen oder verkaufen möchten oder ob Sie doch auf der Suche nach einer Eigentumswohnung sind. Sowohl das betreffende Objekt als auch die Verwendung dessen sind wichtig für die Vermittlungsstrategie.

Wie viel kostet eigentlich ein Makler?

Ein Makler bekommt weder Lohn noch Gehalt, sondern eine Provision. Diese Regelung mag kompliziert erscheinen, das liegt jedoch nur daran, dass sie in der Arbeitswelt nicht häufig eingesetzt wird. Ein Makler wird nicht für seine Tätigkeiten bezahlt, sondern nur im Falle eines erfolgreichen Verkaufsabschluss. Für alle vorher erbrachten Leistungen wird ein Makler folglich nicht entlohnt. Beratungsgespräche und Vertragsverhandlungen sind demnach nicht in den Kosten enthalten.

Nachdem Sie den geeigneten Makler für sich gefunden haben, schließen Sie mit ihm einen Vertrag, in dem die Kondition für den Verkauf festgehalten werden.

Bei einer Vermietung darf die Maklerprovision nicht höher als zwei Nettomonatsmieten des vermittelten Objektes betragen. Diese Obergrenze ist gesetzlich festgelegt. Für den Immobilienverkauf existiert eine solche Grenze jedoch nicht. Hier richtet sich die Höhe der Maklerprovision nach gewissen Marktgepflogenheiten, die jedoch je nach Bundesland sehr unterschiedlich ausfallen können. In der Regel liegt die Provision zwischen 7% und 9% des tatsächlichen Verkaufspreises.

Provision – verhandelbar oder nicht?

Die Maklerprovision ist keine festgeschriebene Größe. Sie als Auftraggeber sind in der Lage über die Höhe der Provision zu verhandeln. Dies ist allerdings nur im Verkaufsbereich möglich. Hier gibt es einen gewissen Spielraum. Die Provision bei Mietobjekten deckt in den meisten Fällen nur die Vermarktungskosten.

Wer muss zahlen?

Die Übernahme der Maklergebühren wirft oft viele Fragen auf. Was diese Angelegenheit so kompliziert macht ist, dass sie keine genauen Regelung unterliegt. Oder unterlag. Zumindest bei Mietobjekt gilt seit dem Jahr 2015 das Bestellerprinzip. Demnach muss der Besteller des Maklers dessen Kosten übernehmen. In den meisten Fällen ist dies der Vermieter.

Bei Verkaufsgeschäften ist diese Regelung nicht immer so eindeutig. Üblicherweise wird die Provision ausschließlich vom Käufer übernommen. Möglich ist jedoch auch, dass sich Käufer und Verkäufer die Kosten für den Makler teilen.

Fazit: Wie sinnvoll ist ein Makler für Sie?

Ein Makler kann Ihnen viele komplizierte und zeitaufwändige Aufgaben abnehmen. Mit seiner Erfahrung und seinen Fähigkeiten kann so die Immobilienvermarktung drastisch beschleunigt werden. Ein Makler profitiert dabei nur, wenn Sie profitieren. Anders als andere Dienstleiter hat er kein Interesse daran seine Arbeit hinauszuzögern. Jede seiner Handlungen wird gut durchdacht sein und nur einem Ziel dienen: Ihr Haus so schnell wie möglich und zu dem besten Preis zu verkaufen.

Informieren Sie sich gut, bevor Sie eine Entscheidung treffen. Sie haben immer noch die Möglichkeit zum Immobilienverkauf ohne Makler.